DIE STUNDE DA WIR NICHTS VONEINANDER WUSSTEN

von Peter Handke
Badisches Staatstheater Karlsruhe
anschließend Publikumsgespräch/ Festivalzentrum Grauzone

Donnerstag, 7.7., 20:00
Badisches Staatstheater

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Ort des „Schau“-Spiels ist ein Platz, den Männer und Frauen, als Gruppe oder einzeln, betreten, überqueren und bewohnen. Beschäftigt sind sie mit „Hakenschlagen, Schuheabklopfen, Armeausbreiten, Sich die Augen Beschirmen, Am Stock gehen, Leisetreten, [...] das alles durcheinander, nicht ausgeführt, nur im Ansatz.“ Zwischendurch Pausen, Geräusche, Stille. Kein Wort fällt. Kleine Dramen ereignen sich, mögliche Geschichten scheinen auf und brechen wieder ab. Es entsteht ein flüchtiger, poetischer Bilderbogen alltäglicher Szenerien und fantastischer Traumwelten, ein Menschheitspanorama eines Augenblicks – wobei das Welttheater auch zum Kasperle-Theater wird. Und jeder Zuschauer entwickelt in der Beobachtung und Interpretation der Vorgänge seine eigene, unterhaltsame Geschichte.

Handkes 1992 entstandenes erfolgreichstes Stück „Die Stunde da wir nichts voneinander wussten“ ist die konsequente Fortschreibung seines Dramas „Das Spiel vom Fragen“. Erst jenseits der Worte erhalten die Dinge, die Menschen und das Alltägliche wieder ihren Wert, entsteht Poesie. Das (Zu-)Schauen ermöglicht dem Betrachter jenes mystische Erlebnis, das nach Handke das „Stärkste sei, was ein Mensch erfahren kann“

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Schauspielhaus

Mit: Anna-Magdalena Beetz, Robert Besta, Eva Derleder, Georg Krause, Sebastian Kreutz, Stjepan Markovic, Denise Matthey, Jannek Petri, Mona Petri, Lisa Schlegel, Thomas Schrimm, Timo Tank, Teresa Trauth

Regie: Thomas Krupa
Bühne: Thilo Reuther
Video: Jana Findeklee
Kostüme: Ines Burisch
Musik: Mark Polscher
Dramaturgie: Tilman Neuffer